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JAMES-Studie: So nutzen Jugendliche digitale Medien

JAMES ist die Schweizer Studie zum Mediennutzungs- und Freizeitverhalten von 12- bis 19-Jährigen. Ständige Begleiter ist das eigene Mobiltelefon, das mittlerweile fast alle Schweizer Jugendlichen. Zudem geben 83 Prozent der Befragten an, in ihrem Haushalt ein Tablet zu haben. Die Verfügbarkeit von Tablets hat damit erneut markant zugenommen. 95% der Jugendlichen nutzen ihr Smartphone täglich. Unter der Woche sind Jugendliche Tag für Tag 2 Stunden und 30 Minuten im Internet, an Wochenenden 3 Stunden und 40 Minuten. Im Vergleich zu 2014 ist die Online-Zeit somit um rund 25 Prozent angestiegen. Am beliebtesten sind Messenger-Apps, WhatsApp zum Beispiel: 97 Prozent der Jugendlichen nutzen sie täglich oder mehrmals pro Woche. Telefonieren wird hingegen immer unwichtiger, mit 71 Prozent steht es an 11. Stelle der Nutzungsrangliste. Erstmals musste Facebook seine langjährige Spitzenposition als beliebtestes soziales Netzwerk an Instagram abgeben. Dicht dahinter hat sich Snapchat positioniert – 80 Prozent der Jugendlichen sind hier Mitglied. Trotz der Einbuße an Popularität als Soziales Netzwerk bleibt die Firma Facebook weiterhin stark positioniert, da sowohl Instagram als auch WhatsApp zum Konzern gehören. 94% der Jugendlichen sind mindestens bei einem Sozialen Netzwerk angemeldet. Computer und Internet nutzen Jugendliche intensiv zur Unterhaltung. Die Videoseite YouTube kürten sie zu ihrer beliebtesten Website, mit großem Abstand zu den nächsten Sites wie Google oder Facebook. Was in früheren Generationen Sänger, Models oder Schauspieler waren, sind heute für die Jugendlichen YouTuber. Diese Stars im Netz unterhalten einen eigenen Kanal auf YouTube zu den verschiedensten Themen. Die Stars heißen unter anderem St3pNy, BibisBeautyPalace oder Cyprien. Neu konsumieren Jugendliche Filme und Serien über Online-Streaming-Dienste. Rund ein Drittel der Jugendlichen schaut täglich oder mehrmals pro Woche Serien oder Filme im Internet. Mädchen schützen ihre Privatsphäre häufiger als Jungen, machen sich aber trotzdem mehr Sorgen über die Sichtbarkeit persönlicher Informationen auf Sozialen Netzwerken. 74% der Jugendlichen, die bei einem sozialen Netzwerk angemeldet sind, schützen ihre Privatsphäre. 47% aktualisieren regelmäßig die Einstellungen ihrer Privatsphäre. Je älter Jugendliche sind, desto mehr eigene Geräte besitzen sie. Die Kaufkraft spielt eine große Rolle: Je höher der sozioökonomische Status ist, desto eher sind Geräte oder Abos in Haushalten verfügbar.
Im Auftrag von Swisscom führte die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften die Studie 2016 zum vierten Mal durch. Mittels schriftlicher Fragebögen wurden über tausend 12- bis 19-jährige Schülerinnen und Schüler zu ihrem Alltag mit und ohne Medien befragt.

Details zur JAMES-Studie finden hier
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