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aus dem Heft: 2017/02: Postfaktisch: Journalismus im medialen Wandel
in der Rubrik: aktuell

Antje Müller: KIM-Studie 2016

In den Kinderzimmern und damit im Eigenbesitz der Sechs- bis 13-Jährigen finden sich am häufigsten Mobiltelefone (51 %), CD-Player (45 %) und bei knapp der Hälfte auch Spielekonsolen. Die KIM-Studie 2016 zeigt außerdem, dass der Fernseher (77 %) am häufigsten täglich genutzt wird, während die Handy- Nutzung 42 Prozent erreicht. Schon jedes vierte Kind nutzt zudem regelmäßig Apps (44 % mindestens einmal die Woche) und Kinderwebseiten (46 % täglich), wenn es im Internet aktiv ist. Einen eigenen Internetzugang besitzen 18 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen. Bei der Betrachtung der täglichen Nutzung fällt die eher geringe Verbreitung des Tablets auf: 28 Prozent der Kinder nutzen es, fünf Prozent verfügen über ein eigenes Tablet. Von den täglich genutzten Internet-/Online-Diensten (41 %) widmen sich 41 Prozent der Kinder WhatsApp, gefolgt von den Webangeboten YouTube (17 %) und Facebook (17 %), welche auch zu ihren Lieblingsseiten gehören. Die Facebook- Nutzung beginnt im Durchschnitt ab dem zehnten Lebensjahr und steigt, wie bei YouTube, mit zunehmendem Alter an. Zu den am meisten genutzten YouTube-Angeboten zählen Humor (72 %) und Musik (62 %), gefolgt von Tier- (37 %) und Sportvideos (34 %) sowie Mode- und Beauty-Inhalten (30 %). Je älter die Kinder sind, desto eher nutzen sie die verschiedenen Medien ohne Begleitperson, allen voran steht die alleinige Nutzung des Fernsehens (56 %) und Handy- sowie Smartphone- Spiele (42 %). Im Vergleich der Geschlechter zeigen sich leichte Unterschiede bei den beliebtesten Freizeitaktivitäten. Sowohl Mädchen als auch Jungen treffen sich in ihrer Freizeit zwar am liebsten mit Freundinnen und Freunden (Mädchen 56 %, Jungen 54 %), spielen gern draußen (Mädchen 39 %, Jungen 46 %) und sehen gerne fern (Mädchen 31 %, Jungen 32 %). Für Mädchen (13 %) sind jedoch, im Gegensatz zu den Jungen (30 %), PC-/Konsolen- und Onlinespiele eher nachrangig. Dafür nutzen sie in ihrer Freizeit häufiger das Internet (17 %) als Jungen (6 %). Zum Schutz der Kinder vor ungeeigneten Inhalten setzt ein Viertel der Haupterzieherinnen und -erzieher von Kindern, die das Internet nutzen, eine Jugendschutz-Software, -filter oder eine -App ein. Die Studienreihe KIM wird im Auftrag des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) seit 1999 durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten von 1.200 Sechs- bis 13-jährigen Kindern in Deutschland ab.

www.mpfs.de

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    Autor/innen: Antje Müller
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