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aus dem Heft: 2017/04: Soziale Arbeit digital
in der Rubrik: aktuell

Antje Müller: OER-Zertifizierung an österreichischen Hochschulen

Auf Basis eines Empfehlungsschreibens des Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft präsentiert die Arbeitsgruppe Open Educational Resources das Konzept OER-Zertifizierung an österreichischen Hochschulen, einen Vorschlag zur Zertifizierung von Open Educational Resources (OER) an Hochschulen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Hochschullehrende aufgrund ihrer Qualifizierung grundsätzlich qualitativ hochwertige Lernobjekte erstellen und diese rechtssicher als OER klassifizieren und ausweisen, wenn sie ausreichend und fachkundig geschult wurden. Die Aufgabe der Hochschule besteht dementsprechend in der Bereitstellung geeigneter Weiterbildungsmaßnahmen und der Schaffung einer entsprechenden Infrastruktur. Auf struktureller Ebene wird zu einer zwei- bis dreistufigen Zertifizierung für Hochschullehrende und Hochschulen sowie der Schaffung und Etablierung nationaler OER-Labels angeregt. Für Hochschullehrende wird eine zweiteilige, nicht aufeinander aufbauende Zertifizierung vorgeschlagen. Dazu gehört unter anderem, bereits freie Bildungsressourcen produziert und veröffentlicht zu haben. Die Zertifizierung von Hochschulen besteht aus drei, ebenfalls nicht aufeinander aufbauenden Teilen: Neben der Sicherung einer ausreichenden Anzahl OERzertifizierter Lehrkräfte wird auf die Verfügbarkeit und öffentliche Bekennung zu OER- Qualifizierungsangeboten verwiesen. Die Sichtbarkeit der OER-Zertifizierung von Hochschule und Hochschullehrenden soll schließlich durch die Vergabe von verifizierbaren, portablen Open Badges, in Form von standardisierten digitalen ‚Abzeichen‘ gesichert werden. Hierzu schlägt die Arbeitsgruppe die Verwendung visueller und virtueller Repräsentationen vor, welche in Form von digitalen Bilddateien über Metadaten verfügen, welche die zertifizierten Fertigkeiten, Beziehungen und Interessen speichern und online zugänglich gemacht werden können. Eine Zertifizierung der inhaltlichen Qualitat und der Rechtssicherheit von Lernobjekten ist nicht vorgesehen.
www.fnm-austria.at

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    Autor/innen: Antje Müller
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