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aus dem Heft: 2017/05: Self-Tracking. Lifelogging. Quantified Self.
in der Rubrik: thema

Self-Tracking-Tool: iOn SnapCam

Sportaktivitäten, der Weg zur Arbeit oder ein lustiger Abend mit dem Freundeskreis – diese HD-Minikamera hebt Lifelogging auf die nächste Stufe. Die iOn SnapCam kann problemlos über einen Magneten oder Clip an der Kleidung getragen werden. Sie dokumentiert die Erlebnisse des Alltags und herausragende Momente aus der Point-of-View-Perspektive und bietet dabei eine überraschend hohe Bildqualität sowie eine benutzerfreundliche Bedienung. Über ein, zwei oder drei Berührungen des Touchpads können wahlweise Fotos, Videos oder Live-Streams erstellt werden. Die Berührungen werden auch in Bewegung gut erkannt und differenziert, sodass sich die Nutzung in eine Vielzahl an Aktivitäten einbinden lässt. Das Tool kann übrigens auch ohne App verwendet werden. Per USB-Anschluss können die Daten von der integrierten Speicherkarte auf den PC übertragen werden. Das optionale Herunterladen der App für mobile Endgeräte ist für eine positive Nutzungserfahrung nicht notwendig, aber ein nettes Add-on, beispielsweise um Fotos und Videos im Social Web zu teilen; allerdings nur kompatibel mit GoogleMail, YouTube und MiMedia. Der Anbieter wirbt mit einer Live-Stream-Funktion, die sich jedoch als interne Live-Übertragung von Kamera auf App entpuppt und somit keinen direkten Mehrwert für das Social Web besitzt. Bei der Wahl der Kleidung sollte auf Stabilität und Festigkeit gesetzt werden, da das Eigengewicht der Kamera und der Magneten sich nicht für dünnere Stoffe eignen. Hier kann die iOn SnapCam leicht verrutschen, was zu einer gekippten Bildansicht führt. Die iOnSnapCam stellt durch ihre einfache Bedienbarkeit und die wahlweise datenschutzfreundliche Nutzungsvariante ohne zwischengeschaltete App ein auch für Kinder nutzbares Erprobungsmedium dar, welches im freien Spiel und auf kreative Weise eingesetzt werden kann. Die optionale Verknüpfung mit YouTube birgt insbesondere für Jugendliche ein attraktives Feature. Dabei gilt es jedoch, eine Sensibilisierung für die Fülle und Art des öffentlich bereitgestellten Bildmaterials vorzunehmen.

HD-Kamera (etwa 50 €); Android (kostenfrei)

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    Autor/innen: Antje Müller
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