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aus dem Heft: 2018/02: Kita digital: Frühe Medienerziehung
in der Rubrik: aktuell

Antje Müller: D21-Digital-Index 2017/2018

Innerhalb der erstmaligen Betrachtung der Akzeptanz und Nutzung intelligenter Geräte unter Onlinern und digital affinen Gruppen zeigt sich eine Zunahme bei der Kompetenz und Offenheit der Bundesbürgerinnen und -bürger ab 14 Jahren. Der Zuwachs in Offenheit auf 52 Punkten (+ 3), in Kompetenz auf 47 (+ 3) und im Zugang auf 66 Punkten (+ 1) lässt den D21-Digital-Index auf 53 Punkten (+ 2) ansteigen. Im Vergleich zu 2016 legt der Digital-Index 2017 eine Zunahme unter den digitalen Vorreitern (34 % vs. 31 %) offen, Digital Mithaltende (41 % vs. 43 %) sowie digital Abseitsstehende (25 % vs. 26 %) sind dagegen leicht rückläufig. Stark verbreitet unter den Bundesbürgerinnen und -bürgern, sind Smartphones (70 %) sowie Notebooks (62 %), Tablets werden dagegen weniger genutzt. Mobiles Arbeiten wird noch stark von den mangelnden Möglichkeiten im Beruf (58 %) bzw. Unternehmen (26 %) oder dem mangelnden Interesse (21 %) beeinflusst. Darüber hinaus besteht noch große Skepsis gegenüber Robotern im Job (50 %) oder digitalen Sprachassistenten (47 %) im privaten Bereich. Auch eine systematische Wissensaneignung durch Trainings etc. findet noch kaum statt, und das Interesse an Fortbildung im digitalen Bereich ist gering. Für die 19 Prozent der Offliner, welche zu 94 Prozent im Alter von 50 Jahren oder älter sind, bestehen die Hauptgründe für den Verzicht auf digitale Geräte im fehlenden Interesse am Medium und mangelnden Nutzen für den Alltag. Bei den vorhandenen Digitalkompetenzen bleibt die Spaltung zwischen Jung und Alt sowie Mann und Frau weiter bestehen. Dagegen erwarten jedoch insgesamt zwei Drittel der Deutschen, dass der Umgang mit digitalen Medien und Programmierkenntnisse bereits in den Schulen vermittelt werden. D21-Digital-Index 2017/2018 befragte 20.500 Bundesbürgerinnen und -bürger ab 14 Jahren, inklusive der Offliner. Seit 2013 werden die Schwerpunkte Digitalkompetenzen, Arbeit digital, Gerätenutzung, Zugang zum Internet, Vielfältigkeit der Nutzung und die Einstellung der Menschen zu digitalen Themen im Zeitverlauf betrachtet. Förderer und Schirmherr ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. D21 wird unterstützt von der Bertelsmann Stiftung, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V., Capgemini Deutschland, dem Kompetenzzentrum Technik- Diversity-Chancengleichheit e. V. und Ricoh Deutschland GmbH.

https://initiatived21.de

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    Autor/innen: Antje Müller
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