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Gekommen, um zu bleiben: neue Ideen für lokale Onlinemedien

Do, 27.04.17 bis Sa, 29.04.17

Wie geht gute Berichterstattung im Lokalen und Hyperlokalen? Welche multimedialen Möglichkeiten können gerade kleine Onlineseiten nutzen, die ohne eingefahrene verlegerische Strukturen arbeiten, um etwa Themen des Wahlkampfs aufmerksamkeitsstark zu erzählen?

Ein paar engagierte Journalistinnen und Journalisten hatten sich mit eigens gegründeten Onlinemedien vor einigen Jahren daran gemacht, wieder stärker auf Themen vor Ort einzugehen und auch die schwierigen nicht auszusparen. Um zu überzeugen, braucht auch ein noch so kleines Medium ein scharfes Profil, das auf die Leserschaft, die Umgebung und die Konkurrenzsituation zugeschnitten ist. Das mutig neue Formate ausprobiert und sich mit neuen Ideen von herkömmlicher Lokalberichterstattung absetzt. Neben Inputs aus Praxis und Wissenschaft werden die Teilnehmenden des Seminars in drei Workshops praxisnahe Konzepte arbeiten.

Workshops

Reichweite mit Wahlen
Kleine Onlinemedien haben die Möglichkeit, mit Wahlberichterstattung erfolgreich zu sein. Die Berichte der konventionellen Medien bloß zu kopieren oder sie zu ergänzen – das machen schon zu viele. Spannende Hintergrundberichte über die Kandidierenden können zu exklusiven Geschichten werden, neue Möglichkeiten von Live-Videos und Datenjournalismus bieten die Chance, hohe Reichweiten zu erzielen – wenn man gute Ideen und packendes Material hat. Im Workshop entwickeln die Teilnehmenden Konzepte für Tools und thematische Nischen, die die Grundlage für eine vielseitige Wahlberichterstattung bilden und für Aufmerksamkeit sorgen.

Flyercover: Gekommen, um zu bleiben - neue Ideen für lokale Onlinemedien
Wer finanziert mich – und wenn ja wie viele?
Profilbildung, Umfeldanalyse, Organisationsstruktur: Um unabhängige Arbeit langfristig auch finanzieren zu können, muss man zunächst das eigene journalistische Profil analysieren und schärfen. Genauso wichtig ist es aber, herauszufinden, für wen man schreibt und für wen es interessant sein könnte, bei diesem Publikum zu werben. Die Arbeitsgruppe erarbeitet ein Entscheidungstool, das lokalen Onlinemedien hilft, die jeweils passende(n) Finanzierungsform(en) zu finden und eine entsprechende Organisationsstruktur daraus abzuleiten.

Haltung zeigen: Klickjagd ist nicht alles
Die Demo gegen das Flüchtlingsheim, Prügeleien unter Geflüchteten, steile Thesen von Rechtspopulisten: Lokale Geschichten über Probleme im Miteinander und verhärtete politische Fronten sorgen für Klicks und heftige Diskussionen in den Kommentarspalten. Doch wie bereitet man solche Themen als lokales Onlinemedium so auf, dass man Sorgen ernst nimmt, ohne Beifall von der falschen Seite zu ernten? Wie viel Haltung ist erlaubt, wie viel gefordert? Wie geht man mit Hasskommentaren um? In der Arbeitsgruppe sollen anhand von Beispielen aus dem lokaljournalistischen Alltag Handreichungen zum Spannungsfeld von Ethik und Klickjagd entwickelt werden.

Termin
27.04.2017,14:00 bis 29.04.2017,13:00

Ort
NH Hotel Berlin Mitte
Leipziger Str. 106–111
10117 Berlin
www.nh-hotels.de

Zielgruppe
Das Seminar richtet sich in erster Linie an Lokaljournalistinnen und Lokaljournalisten, die ein eigenes lokales Onlinemedium/Blog führen oder für eines arbeiten.

Veranstalter
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, Fachbereich Multimedia / Lokaljournalistenprogramm und deren Projektteam Lokaljournalisten (PLJ)

Weitere Informationen zur Redaktionskonferenz, den Workshops und zum! Anmeldev erfahren finden Sie hier: www.bpb.de/240303
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