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Fake it to make it

Woher kommen Fake News? Wie entstehen sie und wie werden sie verbreitet? Fragen wie diesen können Spielerinnen und Spieler in dem kostenfreien Onlinegame "Fake it to make it" auf den Grund gehen. Als Betreiber einer fiktiven Internetseite kann über die gezielte Veröffentlichung von Falschmeldungen in Kombination von Werbeanzeigen die Erwirtschaftung eines anfangs ausgewählten Geldbetrags angestrebt werden. Zunächst wählt die oder der Spielende eine Helferfigur aus vier Vorschlägen aus. Zur Auswahl stehen zwei Frauen und zwei Männer mit unterschiedlichem Aussehen. In Begleitung der Helferfigur werden anschließend schrittweise die einzelnen Arbeitsphasen absolviert: Mit einem fiktiven Startkapital von 50 $ muss zunächst eine eigene Website erstellt und eine passende Domain dafür ausgewählt werden. Hier steht bereits die erste Entscheidung an, ob es eine kostenlose oder kostenpflichtige sein soll. Anschließend gilt es, aus einem Pool an Vorschlägen geeignete, das heißt möglichst dramatische oder verschwörungstheoretische, Fake News auszuwählen. Diese sollen danach über eingekaufte oder neu erstellte Fake-Profile in verschiedenen Gruppen auf sozialen Plattformen mit der Community geteilt werden. Mithilfe des fiktiven Szenarios des Spiels lernen die Spielerinnen und Spieler nicht nur die Strategien der Erstellung und Verbreitung von Fake News kennen, sondern setzen sich gleichzeitig mit den Hauptmotiven, wie zum Beispiel finanziellen oder politischen Aspekten, auseinander. Eine dauerhaft eingeblendete Statistik informiert während des gesamten Spiels über Aufrufe, Likes, Shares und Einnahmen. Neben dem eigentlichen 30- bis 60-minütigen Spiel können Besucherinnen und Besucher der Website fakeittomakeit.de weitere Informationen "Über Fake News und dieses Spiel" erhalten. Dabei werden insbesondere Tipps zur Enttarnung von Fake News, beispielsweise mithilfe eines Fragebogens oder einer Checkliste gegeben. Außerdem verweisen Links auf einen Lexikoneintrag zu "Fake News" sowie auf verwandte Seiten mit ähnlichen Inhalten. Auf diese Weise sollen insbesondere jugendliche Internetnutzerinnen und -nutzer für die kritische Rezeption von Nachrichten sensibilisiert werden.

Aufgrund der Komplexität der zu treffenden Entscheidungen hinsichtlich der Auswahl und Platzierung der Fake News eignet sich das Spiel insbesondere für Jugendliche ab einem Alter von zwölf Jahren sowie für Erwachsene. Die Bundeszentrale für politische Bildung und die Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung veröffentlichen die kostenlose deutsche Version des gleichnamigen Computerspiels der Entwicklerin Amanda Warner unter www.fakeittomakeit.de.

Bildmaterial: www.fakeittomakeit.de

Elisa Eberle
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