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SchulKinoWochen Hessen

Mo, 26.02.18 bis Fr, 09.03.18

Die SchulKinoWochen Hessen machen das Dutzend voll. Vom 26. Februar bis 9. März 2018 heißt es zum zwölften Mal: Kinosaal statt Klassenzimmer. Hessenweit öffnen 81 Kinos am Vormittag ihre Türen für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen und Schulformen. Ein vielseitiges Programm aus rund 100 sorgfältig ausgewählten Filmen wird begleitet von einem breiten pädagogischen Angebot aus Filmgesprächen sowie filmanalytischen und praxisorientierten Workshops. Fortbildungen schulen Lehrkräfte in Filmanalyse und Filmvermittlung. Veranstaltet wird das Bildungsangebot von VISION KINO gemeinsam mit dem Deutschen Filminstitut. Die Anmeldung ist ab 1. Dezember 2017 möglich.

Auftakt: von Western bis Science-Fiction
Erstmals starten die SchulKinoWochen Hessen am Montag, 26. Februar 2018, mit einem bunten Kurzfilmprogramm: Das Kino des Deutschen Filmmuseums zeigt eine Auswahl verschiedener Genres, von der Komödie, über Western und Agentenfilm bis Science Fiction, und führt so – moderiert und begleitet von Diskussionen mit den Schülerinnen und Schülern – in den diesjährigen Fokus "FilmGenre" ein.

Fokus FilmGenre
Was macht einen Abenteuerfilm spannend, warum gruseln wir uns bei einem Horrorfilm und lachen über Komödien? Was haben ein Western und ein Science-Fiction-Film gemeinsam? Der diesjährige Fokus "FilmGenre: von Western bis Science-Fiction" will junge Filmschauende für Strukturen, Ästhetik und Wirkungsweisen unterschiedlicher Filme sensibilisieren. Mit WINNETOUS SOHN (DE 2015) führt ein moderner Kinderfilm an die Genrekonventionen des Westerns heran, der Klassiker ZWÖLF UHR MITTAGS (US 1952) zeigt typische thematische Muster. Musicals erzählen Geschichten mit Gesang und Tanz – mal fantastisch wie in DER ZAUBERER VON OZ (US 1939), mal überraschend wie in LA LA LAND (US 2016). Der schaurig komische FRANKENWEENIE (US 2012) spielt mit Horrorelementen des Klassikers FRANKENSTEIN (US 1931), Science-Fiction-Filme wie BLADE RUNNER (US 1982) und WALL-E (US 2008) regen mit ihren Zukunftsvisionen philosophische und gesellschaftskritische Diskussionen an. Filme aus den Genres Abenteuer- und Kriminalfilm vervollständigen das Programm. Für einen direkten Vergleich, etwa eines Klassikers mit einem modernen Film desselben Genres, können Doppelvorstellungen gebucht werden. Besonderes Highlight: In einem exklusiven Workshop zum Kurzfilmdreh mit dem jungen, hessischen Regisseur Hendrik-Maximilian Schmitt lernen Schüler/innen direkt von einem Filmprofi. Die Ergebnisse werden am 2. März 2018 in einer Werkschau im Deutschen Filmmuseum präsentiert. Klassen können sich bis 15. Dezember 2017 bewerben.

Andere Schwerpunkte
Im Programm "17 Ziele – EINE Zukunft" widmen sich ausgewählte Filme den Zielen für nachhaltige Entwicklung, wie sie in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen stehen: Im Dokumentarfilm TOMORROW – DIE WELT IST VOLLER LÖSUNGEN (FR 2015) etwa besuchen Aktivist Cyril Dion und Schauspielerin Mélanie Laurent verschiedene Initiativen, darunter Urban- Farming-Projekte und Städte mit lokaler Währung. Das Wissenschaftsjahr zeigt in Filmen wie THE CIRCLE (US, AE 2016) oder HIDDEN FIGURES – UNERKANNTE HELDINNEN (US 2016) mögliche "Arbeitswelten der Zukunft" – die so zukünftig gar nicht sind.
"Konflikten in der offenen Gesellschaft" stellen sich die Filme im gemeinsamen Sonderprogramm von VISION KINO und der Bundeszentrale für politische Bildung: Beispielhaft erzählen hier etwa die beiden Dramen DER HIMMEL WIRD WARTEN (FR 2016) und MOONLIGHT (US 2016) ganz unterschiedliche Coming-of-Age-Geschichten. Wie gehen wir damit um, wenn jemand anders ist als wir selbst? Dieser Frage widmet sich der Themenschwerpunkt "Umdenken angesagt!" So erzählt etwa KARAKUM – EIN ABENTEUER IN DER WÜSTE (DE 1994) von einer Freundschaft über Sprachbarrieren hinweg. In ALLE FARBEN DES LEBENS (US 2016) weiß Ramona schon als Kind, dass sie als Junge leben möchte.

Pädagogisches Zusatzangebot
Zu den Filmen steht pädagogisches Begleitmaterial zum Download bereit, Filmgespräche mit erfahrenen Referentinnen und Referenten sind bei zahlreichen Vorstellungen vorgesehen. Das FILMMOBIL aus dem hessischen Modellprojekt "Kulturkoffer" bietet auch in diesem Jahr viele verschiedene Workshopformate an, um im Kino oder im Klassenzimmer über einen ausgewählten Film oder ein weiterführendes filmisches Thema zu diskutieren. Die PRAXIS FILMVERMITTLUNG ergänzt Workshops zur Filmanalyse um ganztägige Kurse mit praktischen Übungen. In der Fortbildungsreihe FILMBILDUNG schulen erfahrene Referentinnen und Referenten Lehrkräfte aller Schulformen in der Filmanalyse und Filmvermittlung. Im jeweiligen regionalen Medienprojektzentrum des Offenen Kanals können Schüler/innen selbst kleine Filme drehen.

Anmeldung ab 1. Dezember 2017 bis 9. Februar 2018
Verbindliche Anmeldungen für Kinobesuche und Veranstaltungen des Begleitprogramms sind ab sofort bis Freitag, 9. Februar 2017, möglich. Die Spielorte der ersten Programmwoche von Montag, 26. Februar, bis Freitag, 2. März, liegen in Nordhessen und im Rhein-Main-Gebiet, von Montag, 5., bis Freitag, 9. März, gastieren die SchulKinoWochen in Süd- und Mittelhessen. Der Eintritt pro Schüler/in und Vorstellung kostet 3,50 Euro. Informationen zu allen Filmen und Begleitveranstaltungen liefert das umfangreiche Programmheft, fortlaufend aktualisierte Informationen zu Programm und Gästen die Webseite www.schulkinowochen-hessen.de.
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