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Summer School Filmvermittlung

Filmvermittlung ist Bildpolitik

Mo, 27.08.18 bis Do, 30.08.18

In diesem Jahr wird es einerseits um das Kennenlernen von und die Sensibilisierung für die Möglichkeiten des bewegten Bildes gehen, um zugleich auch Überlegungen anzustellen, wie die daraus entstandene Begeisterung für die Kunstform Film sich in aktuelle, in äußerstem Maße dringliche politische Debatten – des Geschlechts, der Hautfarbe, des Antisemitismus, der Gemeinschaft, der sexuellen Orientierung – integrieren lässt.
Denn filmische Bilder sind nie neutral, sie verweisen nicht einfach nur irgendwie auf die Realität oder erzählen irgendeine Geschichte. Vielmehr sind sie eingebunden in eine Gesellschaft, die sich über sie verständigt und sich so ein Bild von sich selbst macht. Filmvermittlung kann diese Prozesse sichtbar machen, reflektieren und eröffnet die Möglichkeiten anderer Bilder, anderer Repräsentationen, anderer Ästhetiken.
Vier Langfilme unterschiedlicher Gattungen und Genres werden im Fokus stehen und hier und da auch mit kürzeren Arbeiten ins Verhältnis gesetzt – vom österreichischen Dokumentarfilm der Gegenwart und der Vergangenheit über den europäischen Autorenfilm bis hin zu rezenten amerikanischen Produktionen. Zudem wird die Filmemacherin Ruth Beckermann am 3. Tag zu Gast sein, um mit uns über ihre neuste, gerade auf der Berlinale ausgezeichnete Arbeit Waldheims Walzer zu sprechen.
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