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Medien und Justiz

Call for Papers

So, 16.09.18

In der diesjährigen vierten Ausgabe des Medien Journals werden Beiträge zum Verhältnis von Medien und Justiz gesucht, um diesem Bereich im Vergleich zu den Beziehungen zwischen Medien und Politik, Medien und Sport oder Medien und Wissenschaft bisher verstärkt Beachtung zu schenken. Zugleich kristallisiert sich durch erste theoretische Überlegungen ein hochgradig ambivalentes Verhältnis zwischen beiden Themenbereichen heraus. Gesucht werden insbesondere empirische Studien zu den unterschiedlichen Facetten des Verhältnisses beider Fachbereiche, genauso wie theoretisch inspirierte Beiträge, die das Verhältnis zwischen Medien und Justiz konzipieren.

Schwerpunkte dabei sind:

  • Beiträge, die das Verhältnis zwischen Medien und Justiz theoretisch-konzeptionell vermessen. Zum Beispiel: Welche bekannten (kommunikations-)wissenschaftlichen Theorien und Konzepte können zur Beschreibung und Erklärung des Verhältnisses zwischen Medien und Justiz herangezogen werden?
  • Mediale Präsentation von Justiz: Beiträge, die sich mit den Routinen, Inhalten und Akteuren der Rechtsberichterstattung auseinandersetzen. Interessant ist auch, wie die Justiz in fiktionalen Medienformaten präsentiert wird. Gesucht werden auch Studien, die sich mit der Thematisierung der Justiz oder auch einzelner Gerichtsverfahren oder Prozessbeteiligter in sozialen Netzwerken beschäftigen.
  • Strategische Rechtskommunikation/Litigation-PR: Beiträge zum medienbezogenen Verhalten von Rechtsakteuren und anderen Prozessbeteiligten und Studien zur Öffentlichkeitsarbeit von Justizorganisationen wie Gerichten oder Staatsanwaltschaften: Wie schätzen Justizakteure die Bedeutung unterschiedlicher Medien ein? Welche Maßnahmen ergreifen sie, um sich gegen mediale Aufmerksamkeit zu wehren oder mediale Präsenz zu erreichen?
  • Rezeption und Wirkung der medialen Präsentation von Justiz: Wie (aufmerksam) verfolgt das Medienpublikum die Berichterstattung über Rechtsthemen sowie fiktionale Medieninhalte zur Justiz? Inwiefern führt Justizberichterstattung zur Vorverurteilung von Angeklagten?

Einreichung von Beiträgen:

Der Einsendeschluss ist der 16. September 2018. Rückmeldungen zu den eingereichten Manuskripten werden bis zum 31. Oktober verschickt. Etwaige Überarbeitungen wären bis zum 26. November fällig.
Die Einreichung erfolgt ausschließlich online über die Einreichungsplattform des Medien Journal. Das Themenheft erscheint als Ausgabe 04/2018 voraussichtlich im Dezember 2018. Über die Annahme der Manuskripte wird in einem Begutachtungsverfahren des Medien Journal (double-blind peer review) entschieden. Die Beiträge sollen eine Länge von 7.000 Worten nicht überschreiten. Es können Beiträge in deutscher und englischer Sprache eingereicht werden. Dabei gelten die üblichen Manuskriptrichtlinien des Medien Journal.
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