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Vernetzte Bilder. Visuelle Kommunikation in Sozialen Medien

Call for Papers

Sa, 30.06.18

Fotos, GIFs, Emojis, Memes und Stories gehören bereits zu den "klassischen” Elementen alltäglicher visueller Kommunikation in Online-Kontexten. Die breite Palette visueller Ausdrucksformen kann unter anderem dazu verwendet werden, Emotionen zu vermitteln, mediatisierte Präsenz zu erzeugen und sich spielerisch mit dem Selbst auseinanderzusetzen. Sie kann aber auch zur Überwachung, Kontrolle und Herabwürdigung anderer eingesetzt werden. Zur Tagung der Deutschen-Gesellschaft-für-Publizistik-und-Kommunikationswissenschaft (DGPuK)-Fachgruppe Visuelle Kommunikation vom 29. November bis zum 01. Dezember 2018 in Wien werden bis zum 30. Juni 2018 Einreichungen erbeten, die Visualität, bzw. visuelle Kommunikation theoretisch reflektieren und/oder methodisch adressieren. Einreichungen von Ergebnissen empirischer Studien werden ebenso begrüßt wie konzeptionell-theoretische Inputs und methodologische Beiträge.
Folgende exemplarische Fragestellungen und Themenbereiche sollen als Anregungen dienen und können aus vielfältigen Perspektiven aufgegriffen und diskutiert werden. Beiträge, die das Tagungsthema anderweitig aufgreifen, sind selbstverständlich willkommen.

Mögliche Schwerpunkte:

  • Inwiefern werden durch das Teilen und Zeigen von Bildern Identitäten und Biografien konstruiert, Sozialität und Zusammengehörigkeit gestiftet? Wie erfolgt Ausgrenzung?
  • Welche Transformationen erleben visuelle Medien und Kommunikation durch die Vielfalt an kommunikativen Möglichkeiten, die Social Media bietet? Welche Rolle spielen dabei strukturelle und kommerzielle Bedingungen und Interessen, Algorithmen und Datensicherheit, aber auch Sehgewohnheiten und visuelle Konventionen?
  • Visuelle Praktiken in professionellen Kontexten auf Social Media: Inwiefern haben sich Produktionsbedingungen und Anforderungen an visuelle Kommunikation in Journalismus, Werbung und PR verändert? Welche Rolle spielen neue Akteure, wie etwa Influencer, und inwiefern werden neue Strategien des Visual Storytelling entwickelt?
  • Fragen der Governance, Überwachung und Kontrolle sind eng mit vernetzten Bildern verbunden. Welche Rolle spielen visuelle Technologien und Bilder in Überwachungs- und Kontrollregimes? Wem gehören und wer hat die Kontrolle über "automatisch” erstellte Bilder (etwa von Verkehrskontrollen, Überwachungskameras, Datenbanken im Kontext von Flucht und Migration)? Welche Konsequenzen können diese haben und wo sind sie für wen verfügbar?
  • Diskurse um Echtheit, Vertrauen und Authentizität sind ein Dauerbrenner der Auseinandersetzung mit visueller Kultur. In diesem Kontext werfen etwa "Deepfakes” und visuelle Des-Information neue Forschungsfragen auf.

Einreichung von Beiträgen

Die Vorschläge für Vorträge (Dauer des Vortrags: 20 Minuten) können in Form eines anonymisierten "Extended Abstracts" (maximal 5.500 Zeichen inkl. Bibliographie) als pdf-Dokument via E-Mail an viskomm2018@univie.ac.at eingesendet werden. Da die Vorschläge in einem anonymisierten Review-Verfahren begutachtet werden sollen, müssen die Abstracts um ein gesondertes Deckblatt ergänzt werden, welches den Beitragstitel sowie Namen und Kontaktdaten der Einreichenden enthält. Auch aus dem Dateinamen selbst dürfen keine personenbezogenen Daten ersichtlich sein. Im Review-Prozess werden die Einreichungen nach den folgenden fünf Kriterien beurteilt: Beitrag zum Tagungsthema, Plausibilität der theoretischen Fundierung, Angemessenheit der Vorgehensweise (ggf. auch der Methodik), Klarheit und Prägnanz der Darstellung sowie Beitrag zum Forschungsfeld (Relevanz und Originalität).

Weitere Informationen finden Sie hier.
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