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aus dem Heft: 2018/01 Jugend. Medien. Raum. Identität
in der Rubrik: thema

Franz Josef Röll: Gesellungsformen von Jugendlichen

Räumlich, zeitlich und sozial durchdringen Medien den Alltag, die Erfahrungen, die sozialen Beziehungen und die Erlebnisse von Jugendlichen und geben gleichzeitig Impulse für die Bildung von Gesellungsformen. Es lassen sich Generationsüberlagerungen beobachten, das heißt Wahrnehmungsdispositionen werden tendenziell generationsbezogen angeeignet. Jedes Medium beeinflusst die Erlebnisqualität, die Teilhabe und die Aneignung von Realität und damit auch die Modalitäten des Denkens und Wahrnehmens. Wer in der Kindheit seine primäre Medienerfahrung mit Büchern macht, entwickelt andere Wahrnehmungsdispositionen als diejenigen, die mit Smartphones aufwachsen. Auf der anderen Seite prägt auch weiterhin der soziale Bezug das Milieu bzw. das Habitat die Bedarfe nach Gesellung. Beide Aspekte werden, bezogen auf die Auswirkungen auf Gesellungsformen, dargestellt.

Literatur

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    Autor/innen: Franz Josef Röll