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Always On: Im Internet ‚leben‘ statt ‚besuchen‘

Bitkom Studie

Der Internetkonsum hat sich innerhalb der letzten drei Jahre verdreifacht. Kinder und Jugendliche sind immer früher, immer länger im Internet und stets mobil erreichbar. Dauerhaft online zu sein wird zum Standard der Generation Z. Diese Ergebnisse wurden in der repräsentativen Studie Kinder & Jugend in der digitalen Welt der Bitkom Research herausgefunden.
Fast die Hälfte der Sechs bis Siebenjährigen nutzt bereits ein Smartphone, und das mit zunehmender Dauer. Während diese Altersgruppe 2014 nur elf Minuten im Internet unterwegs waren, sind es jetzt 39 Minuten. Die verwendeten Geräte dieser Altersgruppe sind dabei das Smartphone oder das Tablet. Bei Letzterem stieg die Nutzung von 28 (2014) auf 64 Prozent. In der Gruppe der Zehn- bis Elfjährigen besitzen 67 Prozent ein eigenes Smartphone. Ab zwölf Jahren sind nahezu alle Jugendlichen mit ihrem mobilen Telefon online. Insgesamt besitzen 87 Prozent der Kinder ab zehn Jahren ein internetfähiges Endgerät. 2014 waren es noch 79 Prozent.
Die Smartphone-Nutzung der Kinder ist vielseitig geworden. Zugegriffen wird nicht nur auf die Funktion des Telefonierens, sondern es wird ebenfalls Musik gehört wie auch der Messenger, die Kamera und das Internet genutzt. Über die Hälfte der Befragten (51 %) können sich ein Leben ohne ein internetfähiges Handy nicht mehr vorstellen, was zu Diskussionen über die intensive Nutzung innerhalb der Familien der Zehn- bis 18-Jährigen führt. Neben Messenger-Diensten sind Soziale Netzwerke sehr beliebt. Diese Beliebtheit verdeutlicht sich durch die Angabe eines Drittels der Befragten, dass ihr Lieblingsstar eine YouTuberin bzw. ein YouTuber sei – ein sogenannter Social Influencer. Damit sind sie bei Kindern und Jugendlichen beliebter als klassische Idole aus Sport oder Schauspiel.
Entsprechend des dauerhaften Onlinezugangs werden Laptop und Geräte ohne Internetzugang unbeliebter. Während im Jahr 2014 noch 41 Prozent einen eigenen Fernseher besaßen, verfügen 2017 nur noch 32 Prozent darüber. Gleichzeitig verringert sich im Vergleich zu 2014 die Nutzung des stationären Laptops um elf Prozent. Im Musik- und TV-Bereich werden klassische Medienträger wie CD und Blue-Ray von Streamingdiensten teilweise bereits überholt.
Trotz der steigenden Intensität der Internetnutzung, achten immerhin 62 Prozent der Jugendlichen selbst darauf, welche persönlichen Informationen sie über sich selbst ins Netz stellen. Außerdem beobachten Eltern die Internetaktivtät bei sechs von zehn der Befragten. Nur zehn Prozent der Befragten gaben, dass ihre Eltern sich nicht für ihre Aktivitäten im Internet interessieren.
Für die Durchführung waren Bitkom Research und das Marktforschungsinstitut forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen verantwortlich. Insgesamt wurden 926 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren befragt.

Genauere Informationen erhalten Sie unter: www.bitkom.org
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