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    2017/03: Hass und Hetze im Netz

    In einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft sind Phänomene wie Hate Speech und andere anti-demokratische, menschenverachtende Kommunikationsformen Ausdruck einer sich wandelnden Kommunikationskultur. Bei Hate Speech handelt es sich um eine Form (digitaler) gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die Personen unter anderem aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Religion, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung trifft. Es sind Personen und Gruppen, die auch außerhalb des Netzes ausgegrenzt und angefeindet werden. Online-Hassrede setzt daher letztlich analoge Macht- und Diskriminierungsstrukturen fort. Es können aber auch Menschen zur Zielschreibe von massiver Verachtung und Abwertung in Form von Hate Speech werden, die zwar selbst nicht den angefeindeten Gruppen angehören, sich aber für die Rechte dieser Gruppen und gegen Menschenfeindlichkeit einsetzen.

    merz 03/2017 vermittelt grundlegendes Wissen zu verschiedenen Dimensionen dieses Phänomens. Es geht hierbei sowohl darum, empirisch fundierte Befunde zu Erscheinungsweisen von extremistischen Inhalten zu vermitteln, sozialwissenschaftlich-empirische Ergebnisse zu Rezeption und Wirkung bereitzustellen und gleichzeitig eine gesellschaftskritische Reflexion anzuregen sowie konkrete medienpädagogische Handreichungen anzubieten.

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